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Existenzgründung durch Migranten

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In Deutschland leben rund 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 18,6 Prozent. In der Zukunft wird dieser Anteil eher noch steigen. Deshalb spielen auch Existenzgründungen von Migranten in Deutschland eine bedeutende Rolle. So war 2009 jeder fünfte Gründer in Deutschland ausländischer Herkunft (rund 170.000 von insgesamt 870.000 Gründern). Die Gründerquote unter den Migranten lag damit bei 1,9 % und überstieg die der Deutschen um 0,3 Prozentpunkte.

Dies geht aus einer Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors hervor, der jährlich erscheinenden, repräsentativen Bevölkerungserhebung zum Gründergeschehen in Deutschland. Eine weitere Erkenntnis der Studie: „Migrantinnen und Migranten gründen vergleichsweise häufig und gut vorbereitet. Das zeigt, wie wichtig diese Gruppe für ein lebhaftes Gründergeschehen hierzulande ist“, sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Voraussetzungen, die bei Unternehmensgründungen von Migranten eine Rolle spielen:

Aufenthaltsgenehmigung

Bei Existenzgründern, die keine deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft haben, bedarf es für die Unternehmensgründung einer Aufenthaltsgenehmigung.

Sprache

Deutsche Sprachkenntnisse sind das A und O für einen Unternehmer, der in Deutschland einen Betrieb eröffnen möchte.

Beratung

Alle Beratungsangebote stehen auch Gründern mit Migrationshintergrund offen – und sie werden von ihnen, so ein Ergebnis der Kfw-Studie, ähnlich intensiv genutzt wie von deutsche Gründern. Dies ist ein wichtiger und wertvoller Schritt für den professionellen Einstieg in die Selbständigkeit. 

Kulturelle und soziale Intregration

Viele Geschäftsideen hängen mit dem kulturellen und sozialen Hintergrund von Migranten zusammen. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der Öffnung für das deutsche Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsleben. Hier gilt das gleiche wie für einheimische Gründer: Je größer Verständnis und Offenheit für das unterschiedliche Verhalten von Kunden, Geschäftspartnern, Konkurrenten und Mitarbeitern, desto größer der Erfolg am Markt.

Weitere Informationen:

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

 

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