Shortcut Menü

Durch Shortcuts lassen sich einzelne Bereiche einer Webseite gezielt ansteuern.
Im InternetExplorer und im Firefox lassen sich Bereiche durch die Kombination ALT + Accesskey ansteuern.

Seitenanfang
Hauptmenü Seiteninhalt

Label the Cable

Seite vorlesen


ORDNUNG IM BÜRO:
Die Label-the-cable GmbH aus München bietet praktische und einzigartige Kabelbinder mit Beschriftungsmöglichkeiten an.

 

Wann haben Sie Ihr Unternehmen gegründet, wer war dabei?

Label-the-cable GmbH & Co.KG wurde 2006 gemeinsam von mir mit meiner Tochter Yasmine gegründet.

Was hat Sie dazu bewogen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe eine Marktlücke entdeckt.

Ihre Geschäftsidee in Kürze. Wie sind Sie darauf gekommen?

Ich stand vor einer Kiste von Zubehörkabeln, die ich nicht mehr zuordnen konnte und habe Klettbinder zum Beschriften in allen Geschäften vergeblich gesucht. Das war der Anstoß!

Wo und wie (und von wem) haben Sie Unternehmer „gelernt“?

Meine Eltern waren selbständig, habe eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen, danach Fernstudium VWL, ohne Abschluss. Ich war Jahre als Chefsekretärin in einem international tätigen Unternehmen beschäftigt und habe meinen Mann (†2003) in der Firma seit der Gründung unterstützt.

Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen haben sich für Sie als besonders nützlich erwiesen?

Kaufmännische Kenntnisse, Berufserfahrung, Selbstsicherheit, Kontaktfreudigkeit, Sprachkenntnisse (Englisch/Französisch/Italienisch) für den Einkauf im Ausland und für den Export.

Wo stellten sich Defizite heraus? Wie haben Sie diese Know-how-Lücken geschlossen? 

  • Zu Beginn zu friedliebend bei der Auftragsvergabe.
  • Keine Erfahrung im Umgang mit Distributoren. Unwissen, dass man mit nur einem kleinen Produkt – und sei es noch so neu und praktisch– nur schwer gelistet wird. Aus diesem Grund habe ich schließlich ein Sortiment um den Bereich „beschriftbare Klettbinder“ für unterschiedliche Ansprüche aufgebaut.
  • Kein großes Kapital für Werbung. Learning by doing – es gab kein Zurück mehr, die Sache war zu weit fortgeschritten!

Wie viel Aufwand haben Sie in den Businessplan gesteckt? Zu viel oder zu wenig – und warum?

Viel zu wenig. Eine große Jahresabnahmemenge eines international tätigen Fachhändlers war mündlich in Aussicht gestellt, so dass ich nach einer darauf bauenden Kalkulation gewagt habe, ausschließlich eigenes Kapital zu investieren für Schutzrechte, Design, Materialforschung, zur Produktion teurer notwendiger Werkzeuge usw.

Woher haben Sie sich das Geld für Ihre Gründung geholt – und wie? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ich habe alles aus eigener Tasche finanziert. Die Anträge auf Existenzgründung waren zu umfangreich und viel zu bürokratisch und hätten zu lange gedauert, ohne absehbare Aussicht auf Bewilligung. Es gibt zu viele Programme, die zu undurchsichtig sind, dazu müsste man ein Fachmann dafür sein. Ich habe das Gefühl, dass die Gelder mehr verwaltet als zweckgebunden eingesetzt werden. Spätere Anträge wären erfolglos geblieben, da inzwischen zu  viel eigenes Kapital investiert war, das sich noch nicht amortisiert hatte. Nicht logisch, aber eine Tatsache!

Hat das Geld gereicht?

Das ist relativ zu sehen. Existenzgründungszuschüsse hätten den Start wesentlich erleichtern und damit beschleunigen können.

Wie haben Sie die richtigen Mitarbeiter gefunden?

Nachdem ich feststellen musste, dass man als one-woman-show nicht genügend Zeit für alles hat, habe ich es mit einem Sales Manager probiert und mich von ihm innerhalb der Probezeit wieder getrennt. Die räumliche Distanz hat eine Zusammenarbeit nicht einfacher gemacht. Inzwischen arbeite ich mit einem Absolventen einer FH für Medienmanagement, der mich gut unterstützt und der die Firma früher oder später mit meinem Sohn und meiner Tochter weiterführen wird.

In welchen Bereichen haben Sie Rat von außen gesucht? Bei wem?

  • Für die Gesellschaftsform habe ich an einem Seminar der IHK teilgenommen. Der Berater, der mir für die Existenzgründung zugestanden hätte, wäre zu teuer geworden, da nur ein Teil seiner Kosten gedeckt worden wäre.
  • Steuerberater
  • „Alte Herren“ für die Preisermittlung des ersten Produkts
  • Fachmann für Existenzgründungsgelder – der aber festgestellt hat, dass ich nicht mehr förderungsfähig bin, wegen negativem Fremd- (Eigen-) kapital.
  • Bei meinem Sohn Felix, der in der Branche arbeitet.
  • Und nicht zuletzt bei der Produktionsfirma für die Kunstofflabels für das passende Material.

Welcher Rat war besonders nützlich?

Ist etwas schwierig zu definieren, aber die Kunststofffirma, die auch den Kontakt zu den RegensWagner Werkstätten hergestellt hat, war doch eine sehr große Hilfe auf dem Gebiet Produktion, wo mir jegliche Erfahrung gefehlt hat. Es wäre so wichtig, dass man bei einer der Existenzgründungseinrichtungen für einige Zeit einen bestimmten Berater zur Seite hätte, mit dem man sich regelmäßig bespricht und der die ersten Schritte begleitet. Das Gleiche gilt für einen Ansprechpartner beim Finanzamt.

Haben Sie die im Businessplan angepeilten Wachstums- und Ertragsziele in der vorgesehenen Zeit erreicht?
Wenn nein: Wo lagen die Probleme?

Im Prinzip im Bekanntwerden. Wir haben Produkte, die es nur bei uns gibt, wir lösen    ein Problem, aber der Markt muss uns kennen. Für jedes neue Haarshampoo laufen teure Werbespots im Fernsehen, das hätte mir zu denken geben müssen.

Wenn ja, schneller oder übertroffen: Wie haben Sie das geschafft, was hat Ihnen dabei geholfen?

Inzwischen sind wir auf einem sehr guten Weg und arbeiten mit passenden Partnern sehr angenehm zusammen 

Was waren letztlich aus Ihrer Sicht die entscheidenden Erfolgsfaktoren?

PR – zum Bekanntwerden  – unsere Produkte sind hervorragende Mitnahmeartikel, weil sie einfach überall eingesetzt werden können  und sich auch noch bestens als kleines Mitbringsel der anderen Art oder aber auch als Werbegeschenk eignen.

Was würden Sie auf jeden Fall wieder genauso machen?

Den Mut haben, eine Marktlücke zum Geschäft zu machen.

Was würden Sie nie wieder so machen?

  • Im Alter von 59 Jahren noch einmal eine Firma zu gründen!
  • Die Kosten für eine fachliche Beratung zur Existenzgründung zu scheuen.
  • Keinen genauen Businessplan zu erstellen

Welchen Rat geben Sie einem Gründer?

  • Eine ziemlich genaue Marktanalyse zu machen – auch wenn es schwierig ist.
  • Den Finanzbedarf und den notwendigen Zeit- und Arbeitseinsatz genau zu prüfen und nicht zu unterschätzen.
  • Sich niemals auf mündliche Zusagen zu verlassen, Vereinbarungen immer schriftlich zu bestätigen.
  • Sich eine Hausbank zu suchen, die am Mittelstand wirklich interessiert ist.
  • Familiäre und persönliche Kontakte nach möglicher Unterstützung  zu durchforsten, aber möglichst ohne jegliche finanzielle Beteiligung aus diesem Kreis.
  • Sich die Illusion zu erhalten, aber mit den Füßen auf dem Boden bleiben.
  • Sich dringend auch Auszeiten zu gönnen. 

 

Ergänzen Sie bitte die folgenden Stichworte zu einem ganzen Satz:

Planung auch für den Worst-case machen.

Marketing unerlässlich, aber teuer. Es lohnt sich, viel Zeit  und Engagement in PR-Arbeit zu investieren.

Mitarbeiter schwierig, den passenden mit entsprechender Einsatzbereitschaft für einen Start-up zu finden.

Standort ist in meinem Fall eigentlich egal.

Kunden müssen intensiv akquiriert und betreut werden, damit sie interessiert sind, ein neues Produkt aufzunehmen.

Selbständig sein ist sehr anstrengend, aber auch eine befriedigende Herausforderung.

Vorsorge habe ich zum Glück schon vorher getroffen.

Finanzen müssen absolut gesichert sein. Den Bedarf zu unterschätzen führt zu Druck und Verlust

Geldgeber gibt es nur gegen entsprechende Sicherheiten. Bei den Existenzgründungsbüros nach einem verlässlichen Ansprechpartner suchen, um alle Möglichkeiten tatsächlich auszuschöpfen.

Steuern ein leidiges Thema.

Partner ich bin verwitwet und habe deshalb die Zeit, die nur ich bestimme. Für eine Familie ist eine Firmengründung eine massive Belastung. Mit einer Existenzgründung muss der Partner unbedingt einverstanden sein.

Ich bin stolz darauf, dass ich es von einer Idee zu einer Marke gebracht habe und dass wir beitragen können zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland.

 

Kurzes Firmenportrait

Die Label-the-cable GmbH & Co. KG ist Deutschlands erster Anbieter für innovative Design-Klettkabelbinder mit Beschriftungsfeld. Seit Gründung wird weiter an qualitativ hochwertigen Produkten zur Beseitigung des Kabelsalats gearbeitet und entwickelt.  Mit dem Ordnungssystem von LABEL THE CABLE  bekommt man alle Kabel unter Kontrolle, ob im Haushalt, Büro, Werkstatt und auf Reisen – einfach überall, wo man im täglichen Leben mit Kabeln zu tun hat. Produziert wird vornehmlich in Deutschland und in guter Zusammenarbeit mit den RegensWagner -Werkstätten für Behinderte.

 

Kontaktdaten

Lydia Bechmann, geschäftsführende Gründerin und Gesellschafterin der
Label-the-cable GmbH & Co. KG
Pfingstrosenstr. 9
81377 München

Tel. 089 780 71 644
Fax 089 719 30 997
Mail:
L.Bechmann(at)label-the-cable.com

Yasmine Bechmann, geschäftsführende Gesellschafterin, Hamburg
Mail: Y.Bechmann@label-the-cable.com

Fusszeile