Defacto
Seite vorlesenKOMPLETTLÖSUNG:
Die defacto x GmbH aus Erlangen bietet neue Wege bei Werbung und Marketing.
Wann haben Sie Ihr Unternehmen gegründet, wer war dabei?
1989 wurde das Unternehmen gegründet, und im Jahr 1990 habe ich als erfahrener Vertriebsmann 50 Prozent der Unternehmensanteile übernommen.
Was hat Sie dazu bewogen, ein Unternehmen zu gründen?
Ich wollte selbst etwas bewegen. Des Weiteren kam hinzu, dass ich kein Produkt verkaufen wollte – wie bei meinem früheren Arbeitgeber, bei dem ich Vertriebschef war –, sondern ich wollte Lösungen verkaufen, die Mehrwerte bringen.
Ihre Geschäftsidee in Kürze. Wie sind Sie darauf gekommen?
Meine Geschäftsidee war, Lösungen zu verkaufen. In der deutschen Marketingbranche gab es damals Unternehmen bzw. Agenturen, die Plakate, Prospekte, Direktmailings etc. gemacht haben. Ich wollte ein Netzwerk unter einem Dach aufbauen, um Menschen eine komplette Lösung anbieten zu können. Um am Markt eine Alleinstellung zu erzielen, wurde das Unternehmen wie folgt aufgestellt: _defacto.research, _defacto.analytisches CRM, _defacto.kreativ, _defacto.call center, _defacto.consulting, _defacto.software. Nur durch diese in sich schlüssigen und aufeinander aufbauenden Unternehmen, konnten wir uns relativ rasch zum Marktführer entwickeln. Mit dieser Konstellation hat sich mein Unternehmen zu Deutschlands größter inhabergeführten Dialogmarketing-Agentur entwickelt.
Wo und wie (und von wem) haben Sie Unternehmer „gelernt“?
Meine besten Lehrer waren meine Gesprächspartner im Geschäftsleben. Des Weiteren habe ich das Unternehmertum durch meinen früheren Arbeitgeber gelernt, der damals Marktführer im Bereich Direktwerbung war.
Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen haben sich für Sie als besonders nützlich erwiesen?
Zu diesem Punkt kann ich nur sagen, dass ein Unternehmer grundsätzlich sein „Handwerkszeug“ beherrschen und der Chef im Ring sein muss. Diverse Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen, Zähigkeit, Menschenkenntnis etc. stellten sich als äußerst wichtig heraus. Hinzu kommt die Risikofreudigkeit, die aber nicht so groß sein darf, dass ein Unternehmen in Gefahr gerät. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die wichtigste Kraft in einem Unternehmen immer die Mitarbeiter sind. Zum Thema Erfahrungen kann ich sagen, dass mir meine Jahre als Vertriebschef in einem Großunternehmen gut geholfen haben.
Wo stellten sich Defizite heraus? Wie haben Sie diese Know-how-Lücken geschlossen?
Den Weg findet man stets beim Gehen. Erfahrungsgemäß ist eine Allee immer am Ende zu. Erst beim Laufen öffnet sie sich! Die Defizite haben wir im Rahmen eines Auftrags erkannt und rasch behoben. Durch die Aufträge, die wir realisiert haben, haben sich auch neue Geschäftsfelder im Unternehmen ergeben.
Wie viel Aufwand haben Sie in den Businessplan gesteckt? Zu viel oder zu wenig – und warum?
Der Businessplan ist für ein Unternehmen immer die Grundlage für zum Beispiel ein bis drei Jahre. Hier gilt es, die kurzfristigen Ziele, Kosten etc. konkret festzulegen. Die langfristigen sollten in einer lockereren Form gehandhabt werden, denn es kommt doch meistens anders, als man denkt. Ich bin der Meinung, wir haben immer angemessen viel Zeit in dieses Instrument investiert.
Woher haben Sie sich das Geld für Ihre Gründung geholt – und wie? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?
Für defacto haben wir das Geld aus dem Cashflow geholt. Zur Gründung war letztendlich die Einlage notwendig, alles andere ist aus eigener Kraft entstanden, nicht durch Zukäufe und auch nicht durch Kredite! Wir haben immer etwas gemacht, wenn wir Geld hatten, und wie man sieht, hat es funktioniert.
Wie haben Sie die richtigen Mitarbeiter gefunden?
Meine Meinung ist: „Gleich und gleich gesellt sich gern“, und wer gut mit Mitarbeitern umgeht, wird auch viel zurückbekommen. Am Anfang waren wir ein relativ kleines Unternehmen, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda haben wir uns gute Mitarbeiter geholt bzw. durch Kontakte zu Hochschulen.
In welchen Bereichen haben Sie Rat von außen gesucht? Bei wem?
Durch meine Erfahrungen aus den anderen Unternehmen habe ich von der Vertriebsseite nahezu keinen Rat gebraucht, die Unterstützung kam nur im Bereich der Steuern. Hier war mein langjähriger Steuerberater mein Begleiter und Ratgeber.
Welcher Rat war besonders nützlich?
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein Rat außergewöhnlich nützlich war. Für das Unternehmen war die Geschäftsidee letztendlich der wichtigste Rat. Wir haben ein Netzwerk unter einem Dach gegründet und konnten somit Lösungen verkaufen.
Haben Sie die im Businessplan angepeilten Wachstums- und Ertragsziele in der vorgesehenen Zeit erreicht?
Zum Großteil haben wir in den zurückliegenden 20 Jahren unseren Businessplan immer erreicht. Unser Ziel war es, die eigene Konjunktur zu machen und sich nicht auf andere zu verlassen.
Was waren letztlich aus Ihrer Sicht die entscheidenden Erfolgsfaktoren?
Die entscheidenden Erfolgsfaktoren waren das Unternehmenskonzept, die ganzheitliche Lösungspalette im Bereich Kommunikation und unsere fähigen Mitarbeiter. Ein weiterer Faktor ist, dass der Chef ein guter Verkäufer und Motivator sein muss für seine Mitarbeiter.
Was würden Sie auf jeden Fall wieder genauso machen?
Aus heutiger Sicht würde ich am gesamten Konzept nichts ändern.
Was würden Sie nie wieder so machen?
Wenn es darauf ankommt, würde ich wieder genau so handeln – wie früher.
Welchen Rat geben Sie einem Gründer?
Hier gebe ich den Rat, dass ein Unternehmer/Gründer selbstständig sein will, er Menschen mögen sollte, er mutig sein muss, um Risiken (in begrenzter Form) einzugehen, er Visionär ist, um das Unternehmen weiterzuentwickeln, er als Gründer, der ein gewisses Alter erreicht hat, den Mut hat, rechtzeitig an den Nachfolger zu übergeben.
Ergänzen Sie bitte die folgenden Stichworte zu einem ganzen Satz:
Planung ist die Grundlage für unternehmerischen Erfolg.
Marketing ist die Grundlage, sich am Markt richtig zu positionieren.
Mitarbeiter sind die Seele eines jeden Unternehmens.
Standort kommt häufig von Geburt her, manchmal möchte man gern aufgrund der Tätigkeit woanders sein.
Kunden sind meistens so, wie man sie verdient hat.
Selbstständig sein muss ein inneres Verlangen sein.
Vorsorge ist Pflicht für jeden Unternehmer.
Finanzen darf ein guter Unternehmer nie aus den Augen verlieren.
Geldgeber Darlehen sollte man möglichst meiden.
Steuern Darüber gilt es nicht zu diskutieren – sie sind staatlich festgelegt.
Partner können ein Segen sein oder die Hölle.
Ich habe ein erfülltes Unternehmerleben erleben dürfen. Mein größtes Erlebnis war, dass ich mein Lebenswerk an meinen Sohn übergeben durfte.
Kurzes Firmenporträt
defacto.x positioniert sich mit dem Claim „Agentur für CRM und Dialog: Analytisch. Kreativ. Operativ“. Das x steht als Variable für die gesamte Bandbreite an Leistungen im CRM und Dialogmarketing. Als Lösungsanbieter liefert defacto.x jedem Kunden ein individuelles Leistungspaket, das nach den jeweiligen Bedürfnissen zusammengestellt wird. Kunden bekommen bei defacto.x ein Konzept aus einer Hand. Dabei können sie die komplette Wertschöpfungskette des CRM und Dialogmarketings in Anspruch nehmen – oder auf einzelne Leistungsbausteine zurückgreifen.
Kontaktdaten
Erich Schuster
defacto x GmbH
Am Pestalozziring 1-2
91058 Erlangen
Tel. 09131 772-0
Fax 09131 772-2144
E-Mail: erich.schuster@defacto-x.de



